18.01.17

Viel Engagement für die Mission

Ein großer Dank an alle, die für die Mission gespendet oder sich, wie zum Beispiel beim Adventsmarkt vom Kloster Kreuzberg, ehrenamtlich engagiert und gesammelt haben. Ein Bericht hierüber erschien gerade in der Mainpost.

Gute Laune auf dem Adventsmarkt

Gute Laune auf dem Adventsmarkt

Bericht von Marion Eckert in der MAINPOST vom 10.01.2017

Kreuzberger Adventsmarkt bringt 22.333.- Euro

Wichtige Spende für die Missionsarbeit

KREUZBERG (mec) Der Adventsmarkt 2016 auf dem Kreuzberg hat einen Erlös von 22.333.- Euro erbracht. Um dafür zu danken, kam eigens Pater Alfons Schumacher, der Leiter der Franziskaner-Mission in München, zum Kreuzberg. Auch Pater Georg Andlinger, der momentan am Kreuzberg die Verantwortung trägt, dankte den Besuchern des Adventsmarkts, den Betreibern der Verkaufsstände und den Mitarbeitern der Klosterbetriebe, die mit großem Engagement am Adventsmarkt beteiligt gewesen seien.

Der Erlös ist für drei Projekte der Franziskaner-Mission in Bolivien bestimmt: ein Ernährungszentrum, ein Behindertenzentrum und für die mobile Gesundheitsarbeit (medizinische Hilfe und Bewusstseinsbildung) in Cochabamba.

Pater Alfons Schumacher berichtete am 6. Januar in den Gottesdiensten in der Klosterkirche auf dem Kreuzberg über die Arbeit der Franziskaner, die schon seit über 60 Jahren in Bolivien tätig sind. Über 50 Projekte seien seither initiiert und unterstützt worden. Vor allem im Bereich Bildung, Gesundheit, Unterstützung von Kindern und Weitergabe des christlichen Glaubens. Bolivien gelte als das ärmste Land Südamerikas.

Pater Alfons zeigte erfolgreiche Projekte auf, wie die Werkstätten, in denen junge Menschen Berufe lernen. Ein Jungen- und zwei Mädcheninternate betreiben die Franziskaner, denn gerade die Mädchen aus entfernt liegenden Dörfern haben es schwer, eine Ausbildung zu bekommen. Fünf Suppenküchen werden für Schulkinder betrieben.

Die Inklusion behinderter Kinder sei ein wichtiges Thema. Sonst würden diese Kindern vielfach in den Hütten und Häusern eingesperrt und ohne soziale Kontakte den Tag verbringen. Bei den Franziskanern nehmen sie nach ihren Möglichkeiten am Unterricht teil und werden psychologisch betreut. Gesundheit sei ein wichtiger Baustein der Arbeit in Bolivien. So wurde ein Lkw zum mobilen Hospital umgebaut, in dem auch eine Zahnärztin mit unterwegs sei. Die Mütter werden über Hygiene und gesunde Ernährung unterrichtet. Ein kleines Hospital wurde aufgebaut, in dem Entbindungen stattfinden.

Häufig werden die Kinder von Großeltern großgezogen, während die Eltern auswärts, etwa in Brasilien arbeiten. Umso wichtiger seien Freizeitangebote für die jungen Menschen. „Damit die Kinder von der Straße kommen", erklärte der Pater.

Hilfsprojekte gebe es für Straßenkinder und für alleinerziehende Mütter. Für Kleinkinder sei ein Kindergarten eingerichtet worden. Für Schüler gebe es Hausaufgabenbetreuung und für ältere Jugendliche Hilfestellung bei der Berufsausbildung.

Die Weitergabe des christlichen Glaubens beginne bei den Kindern. Es gebe vielfältige Gemeindearbeit unter anderem Radiosender aus den Pfarreien für die Dörfer.

Wichtig sei die Öffentlichkeitsarbeit der Franziskaner-Mission in Deutschland. So werde viermal im Jahr ein Infoheft herausgegeben und ein Jahreskalender. Beides ist in der Klosterkirche auf dem Kreuzberg am Schriftenstand erhältlich. 


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