Projektbeispiele

San Lucas: Für Gesundheit der indigenen Bevölkerung

Kinder vor der mobilen Klinik in Chaparé
Kinder vor der mobilen Klinik in Chaparé
Frauen besuchen eine Schulung
Frauen besuchen eine Schulung

Das Project „San Lucas“ hat zum Ziel, die Kindersterblichkeit in verschiedenen indigenen Dörfern in der Nähe von Cochabamba zu verringern. Die Organisation, die von dem Franziskaner Ignacio Harding ofm gegründet wurde, geht zum Einen zu den armen Menschen der einfachen Bevölkerung um sie zu behandeln. Zum Anderen bildet sie auch Frauen vor Ort als Multiplikatoren aus, die dann das Wissen und die Erfahrung weitergeben können. 

In Bolivien leben 8,7 Millionen Menschen, von denen über zwei Drittel Indigenas sind. Die Mehrzahl der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze, besonders hier in der Nähe von Cochabamba im Verwaltungskreis Sacaba in Chaparé. Die Familien  haben oft mehr als acht Kinder, von denen jedoch höchstens sechs die ersten Jahre überleben. Das zu erwartende Lebensalter ist bei Männern 50 Jahre und bei Frauen 60 Jahre. Die Menschen leben von ihrer Hände Arbeit, von dem was die Erde und die Viehwirtschaft hergibt.

Gesundheitsarbeit ist hier besonders wichtig. Deshalb hat der Franziskaner-Missionsverein in Bayern e.V. bei der Anschaffung einer mobilen Klinik geholfen. Auch unterstützten wir die laufende medizinische Versorgung in den unwegsamen Dorfgemeinschaften.

„San Lucas“ bietet Hilfe zur Selbsthilfe, indem speziell Frauen und Kinder Bildung erhalten. Dazu gehören Themen wie Schwangerschaft, Gefahren für das Neugeborene, Unterernährung, Impfungen, Alternativmedizin, Ernährung, Hygiene, Erste Hilfe und Alphabetisierung. Um die 500 Frauen treffen sich monatlich in 28 verschiedenen Gruppen. Hier wird ihnen wichtiges Wissen vermittelt, dass sie später weitergeben können.

Insgesamt erreichen wir so mehr als 1.100 Familien und mehr als 1.300 Schüler der Volksgruppe Quechuas und der Laraty.