Mission

Bayerische Missionsgeschichte

In der Bayerischen Franziskanerprovinz hatte die Missionsarbeit Tradition. Im Jahr 1700 zog P. Theodor Klump in den Sudan. Im 18. Jahrhundert wirkte P. Nathanael Burger in China - er wurde sogar Bischof - andere bayerische Mitbrüder wirkten im Heiligen Land, in Konstantinopel, Ägypten und Abessinien, Albanien, Mazedonien, Siebenbürgen und Bulgarien und Russland. Die Krise der Säkularistaion im 19. Jahrhundert bedeutete dann jedoch ein vorläufiges Ende der Missionsarbeit.

Neuanfang im Land der Sonne

Am 9. Dezember 1918 ersuchte der Provinzial Otto Keicher den Franziskanergeneral um ein Missionsgebiet. Die Provinz Shochow in China wurde den Bayerischen Franziskanern zugewiesen. Am 13. März 1922 reiste dann P. Severin Udart nach China. Noch im gleichen Jahr folgte ihm P. Edgar Häring, der 1933 dann zum Bischof geweiht wurde, und andere Patres und Brüder aus unserer Provinz sowie einige Solanusschwestern aus Landshut.

Die Mission entwickelte sich gut, bis zur Invasion der Kommunisten, die die Missionare des Landes verwiesen.

Auch nach Südafrika gingen Bayerische Franziskaner. 1939 wurde das Apostolische Vikariat Kokstad errichtet und P. Sigebald Kurz, ein Bayerischer Franziskaner, zum Bischof geweiht. Doch mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde auch ihre Tätigkeit stark behindert, während des Krieges sogar fast unmöglich. Irische Franziskaner haben dann unser Missionsgebiet übernommen.

Aufbruch nach Südamerika

Missionare bei Ihrer Ankunft in Bolivien in den 1960er Jahren

Bayerisches Missionsbistum in Bolivien: 1920 meldete sich P. Berthold Bühl für die Mission in Südamerika. Er schloss sich den Tiroler Franziskanern an, die in Bolivien eine große Mission hatten.

Als 1927 die riesengroße Diözese Santa Cruz aufgeteilt wurde, übernahmen die Tiroler Franziskaner die Provinzen Ñuflo de Chávez, Velasco und Chiquitos.

1931 wurde P. Berthold der erste Bischof dieses neuen Vikariates. Während des 2. Weltkrieges konnten die Tiroler Franziskaner weder genügend Personal noch die notwendigen Mittel für die Missionsarbeit aufbringen, deshalb wurde dieses große Vikariat aufgeteilt.

Ñuflo de Chávez, im Tiefland von Bolivien, wurde der Bayerischen Provinz übergeben. Heute wird die gute Arbeit der Bayern in der Deutschen Franziskanerprovinz fortgeführt.

Missionsgeschichte

Lesen Sie die ausführliche Missionsgeschichte der Franziskaner in Bayern.

Achtzehnseitiger Auszug aus der Provinzgeschichte von 1625 bis 2010 als Flash-PDF.

Chinesischer Segen

Professsegen auf chinesisch aus dem Jahr 1927