Projektbeispiele

Häuser statt Hütten

Am Rand der kleinen bolivianischen Stadt Concepción leben die Armen. Die strohgedeckten Bretterverschläge, in denen sie wohnen, bieten krankheitsübertragenden Insekten ideale Lebensbedingungen. Die Schädlinge kriechen den Menschen unter die Haut und nisten sich dort ein, bevor sie die inneren Organe angreifen.  

Angesichts dieser Situation fordert der bayerische Missionar Robert Hof, der seit fünf Jahren als Seelsorger in Bolivien tätig ist: „Hier muss die Kirche präsent sein und soziales Handeln an den Tag legen! Wir können den Menschen nicht die Liebe Gottes verkünden, wenn wir sie gleichzeitig in menschenunwürdigen Zuständen leben lassen. Die Kirche muss beides tun: das Evangelium verkünden und soziale Werke schaffen.“   

Das Projekt „Häuser statt Hütten“ verfolgt das Ziel, menschenwürdige Wohnbedingungen für die Armen zu schaffen. „Wir wollen den Leuten aber auf keinen Fall etwas Fertiges in Form von Almosen hinstellen“, betont Robert Hof. Die Menschen sollen ihre Häuser selber bauen. Die Pfarrei kann einen Maurer besorgen und an Material Zement, Dachziegel,  und Fenster beisteuern. Aber die Lehmziegel formen, das Holz für die Balken suchen, all das müssen  – und wollen! – die Menschen selbst tun.  Es soll ja schließlich ihr Haus werden, nicht das des Missionars oder das der Pfarrei. Auf diese Weise entstehen Häuschen, die durch und durch im Stile der Chiquitano-Kultur gebaut sind. Man erkennt sie an ihren charakteristischen weiten Vordächern, unter denen die Menschen vor Sonne und Regen geschützt sind.  

Bitte helfen Sie mit, dass Frauen, Kinder und Männer in Concepción menschenwürdig leben können.